Wartezeiten und Stauinfos an den Grenzen in Österreich, Slowenien & Kroatien

Der Sommer ist da. Tausende Urlauber:innen aus Österreich und Deutschland und fahren Richtung Adria.

Stau an der Grenze

Wer mit dem Auto zum Urlaubsort nach Kroatien oder wieder nach Hause fährt, muss in diesem Jahr besonders viel Geduld und Nerven aufbringen. Wo wir vor 2015, dem Jahr der Flüchtlingskrise, beispielsweise in rund 4 1/2 Stunden von Graz nach Biograd in Dalmatien mit dem Auto gebraucht haben, sind zumindest bei der Rückkehr nach Österreich jahrelang noch rund 1 bis 2 Stunden dazu gekommen.

Zu Beginn der Urlaubssaison 2024 sind die Wartezeiten an den Grenzen Richtung Meer sehr gering bis gar nicht vorhanden. Das liegt daran, dass es aktuell keine Grenzkontrollen zwischen Slowenien und Kroatien gibt und Österreich bei der Ausreise nach Slowenien auch nicht kontrolliert. Sehr wohl führt Österreich aber Stichprobenkontrollen bei der Einreise durch.

Bei unserer Fahrt nach Kroatien Anfang Juni hatten wir freie Durchfahrt an der Grenze zwischen Slowenien und Kroatien. Baustellen waren dieses Jahr auch kaum ein Problem. Es sind nur mehr Kameras vor Ort platziert, Beamte haben wir in den typischen Kontrollhäuschen nicht mehr gestehen.

Die Grenzkontrollen bei der Einreise aus Slowenien bleiben 2024 weiterhin aufrecht. Daher kann es zu Staus bei der Einreise an den Grenzen Spielfeld (A 9) und Karawankentunnel (A 11) kommen. Aufgrund des Schengen-Beitritts von Kroatien, ist vor allem an den Grenzen aus Slowenien kommend mit stärkerem Stau als in den letzten Jahren zu rechnen. Mit Kontrollen der Fremdenpolizei, die Grenzkontrollen im Sinne der erst kürzlich verlängerten Verordnung des Bundeministers für Inneres durchführt, ist somit auch über die Sommermonate hinweg zu rechnen.

Die Grenzkontrollen bei der Einreise nach Deutschland bleiben aufrecht. An den Grenzübergängen Kufstein (A 12), Walserberg (A 1) und Suben (A 8) kann es daher ebenfalls zu Wartezeiten kommen.

Einreise Spielfeld Grenze
Vor dem Grenzübergang Spielfeld

Das Wartezeiten viel länger dauern können, zeigen Erfahrungsbericht von Kroatien-Urlaubern auf den letzten Jahren, die zeitig in der Früh in der Nebensaison von der dalmatischen Küste losfuhren und eine Wartezeit von knapp 1 1/2 Stunden am kroatisch-slowenischen Grenzübergang hatten. Auch 2024 ist damit zu rechnen, dass es Sonntags und vor allem an Wochenenden zur Hauptreisezeit zu sehr langen Wartezeiten kommt.

Auch dieses Jahr wichtig: Laut Autofahrerclub ÖAMTC haben mehrere Mitglieder von hohen Strafen bei der Rückreise aus Kroatien nach Österreich berichtet. Der Grund war wegen „illegaler“ Auto-Einreise von Kroatien nach Slowenien und rät deshalb dringend dazu unbedingt internationale Grenzübergänge nutzen.

So vermeidest du Staus und lange Wartezeiten an der Grenze

Stau an der Grenze

  • Fahre lieber unter der Woche von Montag bis Freitag. In diesem Jahr kam es in der Hauptreisezeit besonders an den Wochenenden zu Staus an den Grenzen.
  • Kontrolliere vor deiner Abfahrt deine Route auf bekannte Baustellen.
  • Lasse deine/n Beifahrer/in während der Autofahrt rechtzeitig und regelmäßig die aktuelle Verkehrslage im Internet mit dem Smartphone abrufen. Über die folgenden Links kommst du gleich zu den wichtigen Infos.
  • Aktiviere bei Google Maps die Ebene „Verkehr“: Dunkelrot heißt Stau, bei Grün gibt es kein Problem. Die Daten werden dir in Echtzeit angezeigt, sodass zu bei Bedarf rechtzeitig eine andere Route wählen kannst.
  • Straßenkameras können dir einen Überblick über das Verkehrsaufkommen verschaffen.
  • Halte die notwendigen Tests, Impfpässe oder Genesungsnachweise sowie notwendigen Einreiseformular bereit.

Aktuelle Verkehrslage & Grenzwartezeiten in Österreich

Aktuelle Verkehrslage & Grenzwartezeiten in Slowenien

Mehr zum Thema: Grenzkontrollen an österreichisch-slowenischer Grenze

Aktuelle Verkehrslage & Grenzwartezeiten in Kroatien

Die von uns verlinkte Information vom kroatischen Autofahrerclub HAK sind durchwegs zutreffend, werden aber in der Nebensaison über den Tag weniger oft aktualisiert wie in der Hauptsaison. Es empfiehlt sich hier, wie oben erwähnt, parallel die Verkehrslage auf Google Maps anzusehen. Zu Staus kommt es meistens zu reisestarken Stunden an den Mautstellen.

Tipps für das Stehen im Stau

  • Ruhe bewahren
  • Ausreichend Proviant und Getränke mitnehmen
  • Damit die Zeit für die Kleinsten schneller vergeht, Spiele für Kinder einpacken
  • Beim Erliegen des Verkehrs Motor abstellen
  • Als Fahrer Handy nicht verwenden, besonders aber bei Stop-&-Go-Verkehr – so kann es zu Auffahrunfällen kommen
  • Radio einschalten um Verkehrsinfos zu erhalten
  • Das Auto nicht ohne Grund verlassen und wenn, dann in der Nähe des Autos bleiben – es könnte jederzeit weitergehen
  • Vorsicht beim Öffnen von Türen – Motorradfahrer schlängeln sich des Öfteren durch
  • Ist der Stau zu Ende, die verlorene Zeit nicht mit überhöhter Geschwindigkeit aufholen

Mehr zum Thema:

Österreich Einreiseverordnung

3 Kommentare

  1. Sorry, kamen Gestern aus den Ferien von Kroatien, in die Schweiz nach Hause.
    Was an der Grenze zu Slowenien abging war unter aller Sau. Entschuldigung das ich es so sagen muss. Grenzkontrolle bei der Ausreise in Pasjak 1 Stunde Wartezeit, weil die Beamten gemütlich alle Ausweise einscannten, grimmig dreinblickten und kein Wort sagten. Weiterfahrt nach Slowenien, kommt das beste, Stau bis nach Podgrad hinein. Kleine Kinder, Haustiere, LKW Chauffeure und Urlauber Stundenlang am warten.Sorry und das zwischen 2 EU Staten? Das es Brüssel nicht fertig bringt solchen Beamtensturrsinn zu entfernen finde ich einfach unter aller Würde.

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