Wartezeiten und Stauinfos an den Grenzen in Österreich, Slowenien & Kroatien

Stau an der Grenze

Wer mit dem Auto zum Urlaubsort nach Kroatien oder wieder nach Hause fährt, muss in diesem Jahr besonders viel Geduld und Nerven aufbringen. Wo wir vor 2015, dem Jahr der Flüchtlingskrise, beispielsweise in rund 4 1/2 Stunden von Graz nach Biograd in Dalmatien mit dem Auto gebraucht haben, sind zumindest bei der Rückkehr nach Österreich noch rund 1 bis 2 Stunden dazu gekommen. Die Zeit der offenen Grenzen, des freundlichen Durchwinkens der Grenzbeamten sind vorbei. In Slowenien und vor allem in Österreich.

Seit der Coronakrise sind lange Wartezeiten an der Grenzen Normalität geworden. Je nachdem ob die Behörden verordnen, alle Autos an der Grenze zu kontrollieren oder nur Stichprobenkontrollen durchgeführt werden, können die Wartezeiten durchaus vier bis zehn Stunden betragen – wie im letzten Jahr, Ende August am Karawankentunnel. Tausende Kurzurlauber waren am Sonntag des verlängerten Fronleichnam-Wochenendes (6. Juni 2021) von Kroatien auf dem Rückweg und mussten bis zu einer Stunde Wartezeit am Grenzübergang Spielfeld in Kauf nehmen. Laut Polizeisprecher Heimo Kohlbacher kam es über das gesamte Wochenende auch bei der Ausreise zu Wartezeiten von rund 45 Minuten.

Aktualisierung: Am 17. September 2021 hatten wir bei der Rückreise von Kroatien am kroatisch-slowenischen Grenzübergang Macelj / Gruškovje eine Wartezeit von etwas mehr als 1 Stunde am frühen Nachmittag. Es staute sich bereits ein paar Meter nach der letzten Mautstation. Per „Stop and Go“ rollten die Autos Meter für Meter Richtung Grenze. Danach war freie Fahrt auf der Autobahn bis zur slowenisch-österreichischen Grenze, wo es dann wieder eine Wartezeit von rund 15 Minuten gab.

Erfahrungen aus der Urlaubssaison 2021

Unsere Redaktion reiste Anfang Juni nach Kroatien und hatte bei der Fahrt an die Adria keine erwähnenswerten Wartezeiten.

Bei der Rückreise am Mittwoch, den 30. Juni 2021, kamen wir circa um 19:30 an der kroatisch-slowenischen Grenze an. Hier hatten wir eine Wartezeit von rund 20 Minuten. Der kroatische Beamte scannte die Pässe ein. Eine kurze Fahrt durch das Grenztal zur slowenischen Grenze, wo die Grenzbeamtin nur einen Blick auf die Embleme der Pässe warf und uns gleich weiterwinkte. Bei prächtig-schauriger Wolkenstimmung erreichten wir um 20:30 die slowenisch-österreichische Grenze. Die Slowenen kontrollierten nicht, außer ein Mitarbeiter von DARS, die die slowenische Vignette auf den Autoscheiben kontrollierte. An der österreichischen Grenze warteten wir anschließend circa 5 – 10 Minuten. Hier wurden wir nur gefragt ob geimpft, genesen oder getestet. Da wir aber keine der geforderten Voraussetzungen erfüllten, sagten wir, dass wir uns bereits über das Pre-Travel-Clearance Einreiseformular registriert hatten. So wurden wir dann nur gefragt, ob wir über das weitere Procedere Bescheid wüssten und nach Bejahung durchgewunken.

Einreise Spielfeld Grenze
Vor dem Grenzübergang Spielfeld

Das die Wartezeiten auch viel länger dauern können, zeigte ein Erfahrungsbericht von zwei Kroatien-Urlaubern, die am Samstag den 26. Juni 2021, zeitig in der Früh von der dalmatischen Küste losfuhren und eine Wartezeit von knapp 1 1/2 Stunden am kroatisch-slowenischen Grenzübergang hatten. Da dieser Samstag noch in der Nebensaison war, ist damit zu rechnen, dass es Sonntags und vor allem an Wochenenden zur Hauptreisezeit zu sehr langen Wartezeiten kommt. Gleich bei der ersten Reisewelle in diesem Sommer am 3. Juli betrug die Wartezeit bei der Ausreise Richtung vor dem Karawanken Tunnel (A11) etwa eine Stunde. Zwei Stunden Wartezeit wurden dem ÖAMTC auf der Fahrt nach Kroatien auf der Verbindung Marburg – Zagreb vor dem slowenisch/kroatischen Grenzübergang Gruskovje/Macelj gemeldet.

Am 6. Juli informierte der Autofahrerclub ÖAMTC, dass bereits mehrere Mitglieder von hohen Strafen bei der Rückreise aus Kroatien nach Österreich berichtet haben. Der Grund war wegen „illegaler“ Auto-Einreise von Kroatien nach Slowenien und rät deshalb dringend dazu unbedingt internationale Grenzübergänge nutzen.

Die Ö3-Verkehrsredaktion rechnet von 30. Juli bis 1. August mit dem vorläufigen Höhepunkt im Reiseverkehr, denn im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands, in Bayern, beginnen die Sommerferien. Das wird zur Herausforderung auf Österreichs Transitrouten. Die vergangenen Wochenenden zeigten bereits, dass die Staus jeden Samstag länger werden, die Grenzwartezeiten anstiegen und die Reisenden streckenweise bis zu vier Stunden länger unterwegs waren. Zudem sind die ersten Urlauber schon auf dem Heimweg, weshalb die Strecken nicht nur Richtung Süden überlastet sind, sondern auch in die Gegenrichtung. Alle wichtigen slowenisch/kroatischen Grenzübergänge sind an jedem Wochenende verstopft. Man muss in beiden Richtungen mit stundenlangen Wartezeiten rechnen, vor allem bei Gruškovje (Strecke Maribor – Zagreb), Rupa (Postojna – Rijeka) und Dragonja (Koper – Pula).

Am 7. August meldete der kroatische Autoclub HAK bereits zu Mittag 4 Stunden Wartezeit bei der Ausreise von Kroatien nach Slowenien am Grenzübergang Macelj (Gruškovje).

So vermeidest du Staus und lange Wartezeiten an der Grenze

  • Fahre lieber unter der Woche von Montag bis Freitag. In diesem Jahr kam es in der Hauptreisezeit besonders an den Wochenenden zu Staus an den Grenzen.
  • Kontrolliere vor deiner Abfahrt deine Route auf bekannte Baustellen.
  • Lasse deine/n Beifahrer/in während der Autofahrt rechtzeitig und regelmäßig die aktuelle Verkehrslage im Internet mit dem Smartphone abrufen. Über die folgenden Links kommst du gleich zu den wichtigen Infos.
  • Aktiviere bei Google Maps die Ebene „Verkehr“: Dunkelrot heißt Stau, bei Grün gibt es kein Problem. Die Daten werden dir in Echtzeit angezeigt, sodass zu bei Bedarf rechtzeitig eine andere Route wählen kannst.
  • Straßenkameras können dir einen Überblick über das Verkehrsaufkommen verschaffen.
  • Halte die notwendigen Tests, Impfpässe oder Genesungsnachweise sowie notwendigen Einreiseformular bereit.

Aktuelle Verkehrslage & Grenzwartezeiten in Österreich

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Aktuelle Verkehrslage & Grenzwartezeiten in Slowenien

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Aktuelle Verkehrslage & Grenzwartezeiten in Kroatien

Wie unserer Beobachtungen zeigten, wurden / werden die Wartezeiten bei der Rückreise beim wichtigsten Grenzübergang Macelj / Gruškovje auch unter der Woche ab 11 Uhr immer länger und erst circa ab 17 / 18 Uhr wieder weniger. Die von uns verlinkte Information vom kroatischen Autofahrerclub HAK sind durchwegs zutreffend, werden aber in der Nebensaison über den Tag weniger oft aktualisiert wie in der Hauptsaison. Es empfiehlt sich hier, wie oben erwähnt, parallel die Verkehrslage auf Google Maps anzusehen.

Tipps für das Stehen im Stau

  • Ruhe bewahren
  • Ausreichend Proviant und Getränke mitnehmen
  • Damit die Zeit für die Kleinsten schneller vergeht, Spiele für Kinder einpacken
  • Beim Erliegen des Verkehrs Motor abstellen
  • Als Fahrer Handy nicht verwenden, besonders aber bei Stop-&-Go-Verkehr – so kann es zu Auffahrunfällen kommen
  • Radio einschalten um Verkehrsinfos zu erhalten
  • Das Auto nicht ohne Grund verlassen und wenn, dann in der Nähe des Autos bleiben – es könnte jederzeit weitergehen
  • Vorsicht beim Öffnen von Türen – Motorradfahrer schlängeln sich des Öfteren durch
  • Ist der Stau zu Ende, die verlorene Zeit nicht mit überhöhter Geschwindigkeit aufholen

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1 Kommentar

  1. Sorry, kamen Gestern aus den Ferien von Kroatien, in die Schweiz nach Hause.
    Was an der Grenze zu Slowenien abging war unter aller Sau. Entschuldigung das ich es so sagen muss. Grenzkontrolle bei der Ausreise in Pasjak 1 Stunde Wartezeit, weil die Beamten gemütlich alle Ausweise einscannten, grimmig dreinblickten und kein Wort sagten. Weiterfahrt nach Slowenien, kommt das beste, Stau bis nach Podgrad hinein. Kleine Kinder, Haustiere, LKW Chauffeure und Urlauber Stundenlang am warten.Sorry und das zwischen 2 EU Staten? Das es Brüssel nicht fertig bringt solchen Beamtensturrsinn zu entfernen finde ich einfach unter aller Würde.

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