Sonnencreme für den Urlaub: Worauf bei Sonnenschutzmittel achten?

Sonnenschutz Meer

Sommer, Sonne, Strand und Meer sind gute Voraussetzungen für einen wunderschönen Urlaub in Kroatien. Licht tut Seele & Körper gut, aber wo früher die dunkle Bräune heimkehrender Urlauber bewundert wurde, achtet man heutzutage am sonnigen Urlaubsort vermehrt auf einen vernünftigen Umgang mit der Sonne. Einreiben mit der Sonnencreme ist wieder angesagt. Wer kennt das nicht: Nach einem langen Tag am Strand, beginnt abends die Haut unangenehm zu brennen. Ein Sonnenbrand ist das Resultat einer intensiven UV-Strahlung.

So wird die Sonnenstrahlung bezeichnet, die im Freien auf dem Balkon, am Meer oder an anderen Orten ohne einen entsprechenden Schutz schnell zu einem Sonnenbrand führt. Wie kann man aber einen Sonnenbrand oder Sonnenstich am besten vermeiden? Oder was tun wenn es im Urlaub heißer und heißer wird? Worauf sollte man bei der Wahl von entsprechenden Sonnencremes beachten? Wir geben einen Überblick zu allen wissenswerten Informationen rund um die richtigen Sonnenschutzmittel für deinen Urlaub am Meer.

Wie sich UV-Strahlung auf den menschlichen Körper auswirkt

Sonnenuntergang am Meer
Damit es nach einem langen Tag in der Sonne im Urlaub nicht zu einem bösen Sonnenbrand kommt, gilt es einige Punkte zu beachten.

Sonnencremes dienen dazu, sich bei einem Aufenthalt im Freien vor der UV-Strahlung zu schützen. Die von der Sonne ausgesendeten Strahlen lassen sich laut dem Informationsflyer von auva.at in verschiedene Wellenbereiche unterteilen. Es lassen sich die Wellenbereiche UV-A, UV-B und UV-C voneinander abgrenzen.

UV-A-Strahlen lassen die Haut vorzeitig altern, indem sie die Kollagenfasern in der Haut schädigen. UV-A-Filter wirken somit einer vorzeitigen Hautalterung entgegen.

UV-B-Strahlen wirken vorwiegend in der Oberhaut und verursachen die mitunter schmerzhaften Sonnenbrände. UV-B-Filter schützen vor einem Sonnenbrand.

Lediglich ein Bruchteil der UV-A und UV-B-Strahlung gelangt bis an die Erdoberfläche. Die auf der Erde ankommende UV-Strahlung ist für den Menschen lebensnotwendig, um beispielsweise das Provitamin D3 zu bilden. Eine zu hohe Strahlung schädigt allerdings die menschlichen Sinnesorgane: Augen und Haut.

Bereits eine einmalige Überdosis kann zu akuten Schäden wie Sonnenbränden oder Hornhautentzündungen führen, während die Langzeiteffekte, zu denen Hautkrebs und der graue Star gehören, oft erst Jahre oder Jahrzehnte später auftreten.

Wie gravierend die Schäden ausfallen, hängt von der Dauer und der Stärke der Bestrahlung ab. Je länger sie dauert und desto intensiver sie ausfällt, desto größer ist der entstehende Schaden.

Sonnencremes: Wirkung & Inhaltsstoffe im Überblick

Sonnencremes lassen sich mit kreisenden Bewegungen sanft in die Haut einmassieren. Um ihre effektive Wirkung zu entfalten, beinhalten sie physikalische oder chemische UV-Filter.

  • Chemische UV-Filter: Die chemischen UV-Filter dringen beim Eincremen recht gut in die äußerste Hautschicht ein. Ihre volle Wirkung erlangen sie aber erst nach rund einer halben Stunde. Mit chemischen UV-Filtern lassen sich extrem hohe Lichtschutzfaktoren erreichen, jedoch stehen sie im Verdacht, hormonell zu wirken und Allergien auszulösen.
  • Mineralische UV-Filter: Die mineralischen, auch physikalischen genannten UV-Filter bestehen aus kleinen, weißen Farbpigmenten, die auf der Haut liegen und das Sonnenlicht reflektieren. Ihr Vorteil liegt in der sofortigen Wirkung, zudem sind sie kaum allergen, jedoch hinterlassen sie häufig einen weißlich schimmernden Film auf der Haut. Mittlerweile gibt es diese mineralischen UV-Filter auch als Nanopartikel. Dadurch läßt sich die Sonnencreme leichter verteilen. Jedoch stellen diese möglicherweise ein gesundheitliches Problem dar.

Bio-Sonnencreme als bessere Alternative

Bio Sonnencreme

Eine Alternative zu den herkömmlichen Sonnencremes sind Bio-Sonnencremes, die keine hormonell wirkenden Bestandteile enthalten. Sie eignen sich gut für Kinder, Schwangere und stillende Mütter. Diese Sonnenschutzcremes sind eher auch für Allergiker geeignet, da sie keine Duftstoffe enthalten und weniger Hautreaktionen auslösen. Diese Hautreaktionen kommen vor allem bei Cremes vor, die viele Duftstoffe und andere Allergene enthalten und bei Allergikern Entzündungen oder ein Jucken auf der Haut verursachen. Hautfreundliche Sonnencremes zeichnen sich anhand von folgenden Merkmalen aus:

  • Sie enthalten keinerlei Fette oder Emulgatoren.
  • Sie verkleben beim Auftragen nicht.
  • Die schützende Wirkung setzt sofort ein.
  • Keine Parfüme, Silikonöle oder andere Farbstoffe befinden sich in der Creme.
  • Die Cremes sind wasserfest und dermatologisch geprüft.

Sonnenschutzmittel wann und wie auftragen?

Sonnencreme Haut

Mit einer hautfreundlichen Sonnencreme allein ist es nicht getan. Auch das „korrekte“ Auftragen ist das A und O für einen effektiven Schutz gegen zu intensive UV-Strahlen. Das Sprichwort „weniger ist mehr“ gilt nicht, wenn es darum geht, Sonnencreme auf die Haut aufzutragen. Urlauber sollten die Creme großzügig und entsprechend ihres benötigten Lichtschutzfaktors, über den das Portal gesundheit.gv.at informiert, verteilen. Ein grober Richtwert für Erwachsene ist eine Menge von 36 Gramm, etwa drei Esslöffel.

Der Zeitpunkt des Eincremens spielt eine ebenso wichtige Rolle für den Schutz. Da einige Sonnencremes erst nach einer Weile wirken, sollten sie vor dem Ausflug ins Freie optimalerweise eine halbe Stunde einziehen. Hellhäutige Menschen, die zu Sonnenbränden neigen, wählen einen hohen Lichtschutzfaktor ab 30, während für dunklere Hauttypen eine mittlere Schutzklasse ausreichend ist. Wer unsicher ist, wählt besser einen höheren Lichtschutzfaktor. Achtung: Schatten schützt nicht vor der Sonne, da die Hälfte der UV-Strahlen trotzdem auf die Haut trifft.

Schaden Sonnencremes dem Meer?

Sonnencremes schützen zwar vor einem Sonnenbrand, gefährden aber auch das Leben unter Wasser. Eine verzwickte Situation, nicht zuletzt, da das Wasser die von der Sonne ausgesendeten Strahlen reflektiert und die Strahlung dadurch um bis zu 90 Prozent stärker macht. Glaubt man amerikanischen Studien, landen jährlich bis zu 6000 Tonnen an Sonnenschutzmitteln in hochsensiblen Ökosystemen, darunter auch in den bei Tauchern beliebten Korallenriffen. Vor allem der in Sonnencremes mit chemischen UV-Filtern enthaltene, schwer lösliche Stoff Octocrylen schadet den sensiblen Meeresbewohnern. Was die Ökosonnencremes angeht, liegen bislang keine gesicherten Erkenntnisse darüber vor, wie sie sich auf die Umgebung und das Meer auswirken. Eine Lösung kann hier die entsprechende Kleidung aus synthetischen Kunstfasern wie Lycra oder Neopren sein, die beim Schnorcheln getragen wird und ebenso wie eine Sonnencreme die schädlichen Strahlen absorbiert.

Sonnenbrand ade! Weitere nützliche Tipps für den Urlaub

Sonnenschutz Meer Tipps

Passende Kleidung ist prinzipiell eine der effektivsten Maßnahmen, um sich gegen unerwünscht hohe UV-Strahlen zu schützen. Laut Informationen auf den Seiten der arbeitsinspektion.gv.at sollte die Kleidung einen großen Teil der Haut bedecken und einen sogenannten UPF-Schutzfaktor, der mindestens bei 20 liegt, aufweisen.

Dichte Gewebe und dunkle Stoffe erhöhen den Schutzfaktor. Vor dem Kauf von Kleidungsstücken sollten die UV-Lichtschutzfaktoren berücksichtigt werden. Deshalb führen immer mehr Outdoor-Kleidungsstücke führende Onlineshops wie campz.at bei Produkten die Angabe vom UV-Schutzfaktor (UPF – Ultraviolet Protection Factor) an. UV-Schutzkleidung kommt darüber hinaus ebenso für Menschen infrage, die sich viel und oft in der Sonne aufhalten, für Personen mit empfindlicher Haut und bei Babys und Kindern.

Worauf sollte man in der Sonne noch im Urlaub achten?

  • Sonnenanbeter sollten nicht zu lange in der Sonne bleiben, da auch die beste Sonnencreme nach einigen Stunden nicht mehr zuverlässig schützt. Als grober Richtwert gilt die Zeitspanne von zwei bis drei Stunden in der prallen Sonne. Bei einer langen Zeit in der Sonne sollten Urlauber die Sonnencreme jede Stunde auffrischen.
  • Um die Mittagszeit herum, zwischen 12 und 14 Uhr, sind die Strahlen am stärksten – bis zu 150-fach höher als morgens oder abends. Es ist ratsam, lieber zu anderen Tageszeiten in die Sonne zu gehen.
  • Auch die Augen und der Kopf sind zu schützen. Bei einem längeren Aufenthalt in der Sonne ist es notwendig, eine entsprechende Kopfbedeckung umzulegen und eine Sonnenbrille aufzusetzen. Weitere Möglichkeiten für einen Sonnenschutz sind Strandzelte und Sonnenschirme.

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